Giegold, Sven

Regionale Zuständigkeit:
Nordrhein-Westfalen
Zur Person
Abstimmungsverhalten von Sven Giegold auf EP Vote (durch einen Klick auf die Politikfelder gelangen Sie direkt zu den einzelnen Dokumenten)
Lebenslauf:
- geboren am 17. November 1969 auf Las Palmas de Gran Canaria
- 1989 Abitur an der Herschelschule Hannover
- 1991 Zivildienst Jugendumweltnetzwerk Niedersachsen
- 1991 - 1996 Studium der Erwachsenenbildung, Politik und Ökonomie in Lüneburg, Bremen und Birmingham (UK), Abschluss mit Master of Social Science in Wirtschaftspolitik und -entwicklung in Birmingham
- 1993 Aubildung in Moderation (Metaplan & Zukunftswerkstätten) und Verhandlungstechnik
- 1999 und 2000 Studium an der Universität Bremen zu verschiedenen Aspekten der Globalisierung (Finanzmärkte, Handel, kulturelle Globalisierung)
- 2004 und 2005 Studienaufenthalt und Französischlernen an der Universität Paris-Nord (13) bei Prof. Dominique Plihon
Weitere Aktivitäten:
- 1983 Projektwoche zum Thema Waldsterben an der Herschelschule Hannover, Gründung Umwelt-AG der Schule
- 1986 - 1993 Engagement in der Jugendumweltbewegung: BUNDjugend (Mitglied BUND-Landesvorstand Niedersachsen), Gründung Jugendumweltnetzwerk Niedersachsen, Jugendumweltbüro Lüneburg & Verdener Umweltwerkstatt
- 1996 - 1999 Aufbau des Ökologisches Zentrum in Verden mit heute ca. 40 Arbeitsplätzen: Mitglied der Planungsgruppe
- 1997 Initiierung und Gründung der Ökologischen Wohnungsgenossenschaft "AllerWohnen eG", bis heute Vorstandsmitglied
- 2000 Gründung von Share e.V. und Mitgründung von Attac Deutschland
- 2001 - 2004 und 2005 - 2007 Mitglied Koordierungskreis von Attac Deutschland (ab 2003 als Vertreter des BUND-Bundesverbandes), Verantwortungsbereiche: Betreuung des Büros, internationale Koordination, Fundraising
- 2002 - heute Mitgründung und Mitglied der europäischen Attac-Koordination
- 2003 Mitgründung des Tax Justice Network beim Europäischen Sozialforum in Florenz, seit Januar 2005 im internationalen Vorstand des Netzwerks
- seit 2004 Mitglied des BeraterInnenkreises von Campact
- 2006 Mitautor der "10 Prinzipien für einen demokratischen EU-Vertrag"
- 2007 Wahl in den Attac-Rat als Vertreter des BUND-Bundesverbands
- 2007 Wahl in die Präsidialversammlung des Evangelischen Kirchentags
- 2008 Eintritt in Bündnis 90/ Die Grünen und Ausscheiden aus den Gremien von Attac
- Mitglied der Delegation für die Beziehungen zu den Ländern der Andengemeinschaft
- Mitglied der Delegation in der Parlamentarischen Versammlung Europa-Lateinamerika
- Stellvertreter der Delegation für die Beziehungen zu dem Mercosur
Fraktion:
Fraktion der Grünen / Freie Europäische Allianz (GREENS / EFA)
Ausschüsse:
Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON), Stellvertreter im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten (EMPL)
Kontakt
Adresse in Brüssel:
Europäisches Parlament
Bât. Altiero Spinelli
08G209
60, rue Wiertz
B-1047 Brüssel
Tel: 0032 228 4 - 5369
Fax: 0032 228 4 - 9369
Adresse in Straßburg:
Europäisches Parlament
Bât. Louise Weiss
T05072
Allée du Printemps-B.P. 1024/F
F-67070 Strasbourg Cedex
Tel: 0033 388 17 - 5369
Fax: 0033 388 17 - 9369
Adresse in Deutschland:
Europabüro
Jahnstraße 52
D-40215 Düsseldorf
Tel: 0211 38666 33
Fax: 0211 93854 32
Umweltcheck in drei Fragen
1. Welches sind in Ihren Augen die größten umweltpolitischen Herausforderungen der Europäischen Union in den nächsten fünf Jahren?
Die Europäische Union sollte zur klimaneutralen Wirtschaftsregion umgebaut werden. Dazu müssen jetzt die Weichen gestellt werden. Kernherausforderungen sind dabei die Energiepolitik, Wirtschaftspolitik und die Landwirtschaft. Die Energiewirtschaft muss auf 100% Erneuerbare Energien und Energieeffizienz umgestellt werden. Dazu kann Europa durch Kooperation bei den Netzen wie auch bei der gemeinsamen Energieproduktion einen wichtigen Beitrag leisten. Die v.a. wirtschaftspolitische Lissabon-Strategie (Review 2010) sollte durch eine Orientierung am Green New Deal ersetzt werden. Schließlich stehen 2010 und danach die Neuverhandlungen der gemeinsamen Agrarpolitik an. Die europäische Agrarpolitik muss aufhören Lebensmittelexporte zu subventionieren. Vor allem muss die verbleibende Agrarförderung an strikte soziale und ökologische Bedingungen geknüpft werden. Das leistet nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz und für die ländliche Entwicklung, sondern ist entscheidend für den Schutz der Biodiversität in Europa. Klimaschutz und Artenvielfalt sind die beiden großen ökologischen Herausforderungen. Ich will dazu beitragen, dass Europa zum Modell für die Lösung dieser beiden Menschheitsprobleme wird.
2. Wo sehen Sie Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit den Natur- und Umweltschutzverbänden?
Als Koordinator der Grünen im Wirtschaftsausschuss des Europaparlaments und Mitautor des Grünen New Deal-Konzepts von Bündnis 90/DIe Grünen sehe ich meinen Schwerpunkt v.a. beim ökologischen Umbau der Wirtschaft sowie der Stärkung sozialer und solidarischer Ökonomie. Hier arbeite ich gerne und laufend mit Umweltverbänden zusammen.
3. Was sind Ihre persönlichen Erfahrungen im Natur- und Umweltschutz?
Seit der Gründung einer Umwelt-AG an meiner Schule engagiere ich mich in der Umweltbewegung. Erst in der BUND-Kreisgruppe Hannover, dann in der BUNDjugend/JANUN (Landesjugendsprecher), bei der Mitgründung verschiedener ökologischer Projekte und zuletzt als Vertreter des BUND bei Attac Deutschland. Privat lebe ich in einer ökologischen Hofgemeinschaft. Die Zerstörung unseres Planeten und die Schönheit der Natur ist für mich eine zentrale Motivation für mein politisches Handeln.

