Groote, Matthias

Regionale Zuständigkeit:
Niedersachsen
Zur Person
Abstimmungsverhalten von Matthias Groote auf EP Vote (durch einen Klick auf die Politikfelder gelangen Sie direkt zu den einzelnen Dokumenten)
Lebenslauf:
- geboren am 21. Oktober 1973 in Leer (Ostfriesland)
- 1990 Realschulabschluss an der Kreisrealschule in Westrhauderfehn
- 1991 Freier Mitarbeiter in der Redaktion des Fehntjer Kurier
- 1991 - 1995 Berufsausbildung zum Industriemechaniker bei der Deutschen Bahn AG im Ausbesserungswerk Leverkusen-Opladen
- 1995 Tätigkeit als Industriemechaniker im Anlagenbau
- 1995 - 1996 Zivildienst beim Deutschen Roten Kreuz
- 1996 - 1998 Weiterbildung zum Maschinentechniker - Betriebstechnik
- 1996 Eintritt in die SPD
- 1996 Gründungsmitglied der Juso AG Ost-/Rhauderfehn
- 1996 - 2006 Mitglied im SPD-Ortsvereinsvorstand Ostrhauderfehn
- seit 1996 Ratsmitglied in Ostrhauderfehn
- 1997 - 2007 Mitglied des SPD Kreisvorstandes Leer
- 1997 - 2002 Kreisvorsitzender der Jusos im Kreisverband Leer
- 1999 - 2002 stellv. Vorsitzender des Juso-Bezirks Weser-Ems
- 1998 - 2005 Studium an der Fachhochschule Wilhelmshaven mit Abschluss Diplom-Wirtschaftsingenieur
- 2001 - 2003 Zusatzqualifikation zur Fachkraft für Arbeitssicherheit an der Fachhochschule Wilhelmshaven
- 2001 Teilnehmer der ersten Sozialdemokratischen Kommunalakademie
- 2001 - 2005 Vorsitzender der SPD Ratsfraktion Ostrhauderfehn
- 2001 - 2006 Mitglied des Kreistags Leer
- seit 2003 Mitglied im Vorstand der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik im Bezirk Weser-Ems
- 2005 Tätigkeit als Vertriebsingenieur
- seit 2005 Mitglied des Europäischen Parlaments
- seit 2007 Mitglied des Bezirksvorstand SPD-Weser-Ems
Weitere Aktivitäten:
Fraktion:
Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten (S&D)
Ausschüsse:
Mitglied im Ausschuss für konstitutionelle Fragen, Stellvertreter im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie, Stellvertreter im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit, Stellvertreter im Fischereiausschuss
Kontakt
Adresse in Brüssel:
Europäisches Parlament
Bât. Altiero Spinelli
12G154
60, rue Wiertz
B-1047 Brüssel
Tel: 0032 228 4 - 5431
Fax: 0032 228 4 - 9431
Adresse in Straßburg:
Europäisches Parlament
Bât. Louise Weiss
T07009
Allée du Printemps-B.P. 1024/F
F-67070 Strasbourg Cedex
Tel: 0033 388 17 - 5431
Fax: 0033 388 17 - 9431
Adresse in Deutschland:
SPD Europabüro Weser-Ems
Ringstraße 44
26721 Emden
Tel: 04921 4509114
Fax: 04921 4509115
matthias.groote@europarl.europa.eu
Homepage von Matthias Groote
Matthias Groote auf Abgeordnetenwatch.de
Umweltcheck in drei Fragen
1. Welches sind in Ihren Augen die größten umweltpolitischen Herausforderungen der Europäischen Union in den nächsten fünf Jahren?
Ohne Zweifel die Bekämpfung des Klimawandels. Hier ist zunächst einmal die im Dezember anstehende Klimakonferenz von Kopenhagen zu nennen. Die EU hat bereits eine Führungsrolle in der internationalen Klimapolitik inne und hat sich unabhängig von den Ergebnissen von Kopenhagen im Voraus zu einer 20%en Reduktion des in Europa produzierten CO2-Aussstoßes verpflichtet. Bei entsprechender Kooperation der Schwellen- und Entwicklungsländern ist die EU zudem gewillt, diesen um weitere 10% zu verringern. Diese ehrgeizigen Ziele gilt es innerhalb der nächsten Jahre umzusetzen.
Ein anderes wichtiges Ziel ist die Ausweitung des Emissionshandels. Auch hier befinden wir uns bereits auf einem guten Weg. Ab 2013 beginnt die dritte Handelsperiode des Emissionshandels, in die nun auch der Flugverkehr einbezogen wird. Des Weiteren wird die EU-Kommission mit Beginn der dritten Handelsperiode erstmals eine europäische Gesamtobergrenze für CO2-Emissionen vorgeben. Auf diese Art und Weise müssen die Verursacher von CO2-Emissionen mehr Verantwortung übernehmen. Gleichzeitig werden Investitionen in erneuerbare Energien gefördert, die sich besonders in Deutschland innerhalb des letzten Jahrzehnts erfreulich entwickelt haben und inzwischen zu einem dynamischen Wirtschaftsektor aufgestiegen sind. Ein Rückschritt in die Atomenergie würde diese positive Entwicklung stark gefährden und ist deshalb abzulehnen. Dies gilt es innerhalb der nächsten Legislaturperiode auch auf europäische Ebenen voranzutreiben.
2. Wo sehen Sie Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit den Natur- und Umweltschutzverbänden?
Kooperationsmöglichkeiten gibt es von kommunaler bis zur europäischen Ebene. Diese können sowohl konkrete lokale Projekte als auch gesamteuropäischen Strategien sein. Nachhaltiges und verantwortungsvolles Handeln steht bei der europäischen Klima- und Umweltpolitik im Vordergrund. Die Expertise von Umwelt- und Naturschutzverbände ist bei Themen wie der Weiterentwicklung der Regelungen des Emissionshandels und dem Ausbau einer umweltfreundlicherer, CO2-ärmeren und energieeffizienteren Wirtschaft immer mehr gefragt. Es liegt sowohl an der Politik als auch an den Verbänden, eine starke Koalition zur Verfolgung dieser Ziele zu bilden.
3. Was sind Ihre persönlichen Erfahrungen im Natur- und Umweltschutz?
Meine persönlichen Erfahrungen sind von vielschichtiger Art. Zum einem versuche ich meinen Teil als Privatperson beizutragen, zum andere verfolge ich nun schon seit fast 4 Jahren die oben genannten Ziele auf europäischer Ebene.
Als Europaabgeordneter bin ich z.B. oft auf das Flugzeug als Verkehrsmittel angewiesen. Jeder Flug trägt jedoch zur Klimaerwärmung bei. Ich fliege deshalb „atmosfair“. Das bedeutet, dass ich für die verursachten Emissionen freiwillig einen Mehrbetrag zahle. Das Geld wird dann zum Beispiel in Solar-, Wasserkraft-, Biomasse- oder Energiesparprojekte investiert, um dort die Menge Treibhausgase einzusparen, welche ich durch meine Flugreise verursacht habe.
Ich wohne in einer ländlichen geprägten Region und bin auf die Nutzung eines eigenen Pkws angewiesen. Beim Kauf eines Fahrzeuges achte ich in erster Linie auf dessen Verbrauch und somit auf die CO2-Emissionen. Mein Passat Variant Blue Motion ist mit einem Dieselpartikelfilter ausgestattet und hat einen CO2-Ausstoss von 137 Gramm pro Kilometer.
Auf dem Dach meines Hauses und der Garage habe ich eine Fotovoltaikanlage installiert, die insgesamt eine Leistung von 12,7 Kilowatt peak hat, ohne klimaschädliche Emissionen zu erzeugen. Aber auch mein Warmwasser wird durch eine Solarthermieanlage in den Sommermonaten erwärmt.
Diese Beispiele verdeutlichen, dass der persönliche Beitrag zum Klimaschutz nicht den Verzicht auf Lebensqualität und hohe Kosten bedeuten muss. Im Gegenteil. In Anbetracht der steigenden Preise für Energie rentieren sich die Investitionen in relativ kurzer Zeit. Wichtig ist, dass jeder seinen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann!

