Harms, Rebecca

Regionale Zuständigkeit:
Niedersachsen
Zur Person
Abstimmungsverhalten von Rebecca Harms auf EP Vote (durch einen Klick auf die Politikfelder gelangen Sie direkt zu den einzelnen Dokumenten)
Lebenslauf:
- geboren am 7. Dezember 1956 in Hambrock bei Uelze
- 1975 Abitur in Uelzen
- 1979 Abschlussprüfung als Baumschul- und Landschaftsgärtnerin
- 1984 - 1988 Assistentin von Undine von Blottnitz, MdEP
- 1988 - 1994 Mitglied der Wendländischen Filmcooperative
- 1994 - 2004 Abgeordnete der Gruenen im niedersächsischen Landtag
- 1998 bis 2004 Fraktionsvorsitzende im Landtag
- seit 1998 Mitglied des Parteirates von Buendnis 90/Die Gruenen
- Spitzenkandidatin der Gruenen im Europawahlkampf 2004
- 1977 - 1984 Mitglied des Vorstands der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
- seit 1998 Mitglied im Rundfunkrat des NDR
- 1994 - 2004 Mitglied im politischen Beirat der AG der Wasserkraftwerksbetreiber Niedersachsen und Schleswig-Holstein
- 1998 - 2004 Mitglied im Umweltrat der Toto-Lotto-Stiftung Niedersachsen
Weitere Aktivitäten:
- Mitglied der Konferenz der Präsidenten
- Mitglied der Delegation im Parlamentarischen Kooperationsausschuss EU-Ukraine
- Stellvertreterin der Delegation in der Parlamentarischen Versammlung EURO-NEST
- Goldmedaille der Arbeitsgemeinschaft der Wasserkraftwerksbetreiber Niedersachsens und Schleswig-Holsteins
Fraktion:
Fraktion der Grünen / Freie Europäische Allianz (GREENS / EFA)
Ausschüsse:
Stellvertreterin im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie, Stellvertreterin im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit
Kontakt
Adresse in Brüssel:
Europäisches Parlament
Bât. Altiero Spinelli
08G202
60, rue Wiertz
B-1047 Brüssel
Tel: 0032 228 4 - 5695
Fax: 0032 228 4 - 9695
Adresse in Straßburg:
Europäisches Parlament
Bât. Louise Weiss
T05062
Allée du Printemps-B.P. 1024/F
F-67070 Straßburg Cedex
Tel: 0033 388 17 - 5695
Fax: 0033 388 17 - 9695
Adresse in Deutschland:
Europabüro Niedersachsen
Ritterplan 4
37073 Göttingen
Tel: 0551 2733 400
Fax: 0511 1260 8555
Umweltcheck in drei Fragen
1. Welches sind in Ihren Augen die größten umweltpolitischen Herausforderungen der Europäischen Union in den nächsten fünf Jahren?
Für mich stellen der Klimawandel und die drohende Ressourcenkrise zwei zentrale Herausforderungen der nächsten Legislaturperiode dar.
Um diesen „globalen Krisen“ zu begegnen, muss Europa in den internationalen Klimaverhandlungen seine einstige Vorreiterrolle zurück erlangen. Schon im Dezember 2009 in Kopenhagen sollten sich die Industrieländer dazu verpflichten ihre heimischen Emissionen um 25-40% im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Darüber hinaus müssen die Industrieländer, allen voran die EU-Mitgliedsstaaten, Klimamaßnahmen in Entwicklungsländern finanzieren. Nur wenn sie diese Verpflichtungen eingehen, kann es ein starkes neues Klimaabkommen geben.
Ergänzend zum Ziel, Treibhausgasemissionen einzusparen, kommt es für die EU jetzt auf eine grüne Modernisierung ihrer Industrie an, die es uns in den kommen Jahren ermöglicht, eine bessere Energie- und Ressourcenproduktivität zu erreichen und so unsere Märkte zukunftsfähig zu machen. Nachhaltige Mobilitätskonzepte, energieeffizientes Bauen und ein flexibles europäisches Stromnetz spielen bei diesem ökologischen Umbau eine wichtige Rolle.
2. Wo sehen Sie Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit den Natur- und Umweltschutzverbänden?
Die Natur- und Umweltschutzverbände sind für viele Politikbereiche wichtige Ansprechpartner. Gerade in Brüssel, wo der Einfluss der Industrielobby sehr groß ist, kommt den Umweltverbänden eine entscheidende Ausgleichsfunktion zu.
3. Was sind Ihre persönlichen Erfahrungen im Natur- und Umweltschutz?
Kurz nach meiner Ausbildung als Gärtnerin war ich für einige Zeit Ökobäuerin auf einem Resthof im Wendland. Als Fraktionsvorsitzende der Grünen in Hannover habe ich mich für ein gentechnikfreies Niedersachsen stark gemacht. Und als Anti-Atom-Aktivistin setze ich mich jetzt schon viele Jahre gegen Castortransporte nach Gorleben auf die Straße.
Auch in Brüssel bemühe ich mich in meiner politischen Arbeit alle Themen unter den zentralen Aspekten Umwelt- und Klimaschutz anzugehen. Und wenn ganz konkret gegen EU-Recht in meinem Wahlkreis verstoßen wird, wie im Fall des Anbaus von genmanipuliertem Mais im Deichvorland des Biosphärenreservats Elbetal, dann fordere ich entsprechende Antworten von der Europäischen Kommission ein.

