Krahmer, Holger

Regionale Zuständigkeit:
Sachsen
Zur Person
Abstimmungsverhalten von Holger Krahmer auf EP Vote (durch einen Klick auf die Politikfelder gelangen Sie direkt zu den einzelnen Dokumenten)
Lebenslauf:
- geboren am 16. Oktober 1970 in Leipzig
- 1989 Abschluss als Instandhaltungsmechaniker
- 1990 - 1996 Bankkaufmann Commerzbank Leipzig
- 1996 - 2000 Bankgesellschaft Berlin AG, seit 2001 selbstständig
- seit 1997 stv. Vorsitzender der FDP Leipzig
- 1997 - 2004 Vorstandsmitglied der AIDS-Hilfe Leipzig e.V.
- seit 2001 Mitglied des ELDR-Parteirats
- seit 2004 Aufsichtsratsvorsitzender der GANOS Kaffee-Kontor & Rösterei AG, Leipzig
Weitere Aktivitäten:
- stv. Vorsitzender der Delegation für die Beziehungen zu der arabischen Halbinsel
- Stellvertreter der Delegation für die Beziehungen zu Südafrika
Fraktion:
Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten (ALDE)
Ausschüsse:
Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit, Stellvertreter im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie
Kontakt
Adresse in Brüssel:
Europäisches Parlament
Bât. Altiero Spinelli
10G158
60, rue Wiertz
B-1047 Brüssel
Tel: 0032 228 4 - 5344
Fax: 0032 228 4 - 9344
Adresse in Straßburg:
Europäisches Parlament
Bât. Winston Churchill
M02104
Allée du Printemps-B.P. 10024/F
F-67070 Strasbourg Cedex
Tel: 0033 388 17 - 5344
Fax: 0033 388 17 - 9344
Adresse in Deutschland:
Krahmer-Laden
Abgeordnetenbüro
Kupfergasse 2/Dresdner Hof
04109 Leipzig
Tel: 0341 25355 80
Fax: 0341 25355 81
holger.krahmer@europarl.europa.eu
Homepage von Holger Krahmer
Holger Krahmer auf Abgeordnetenwatch.de
Umweltcheck in drei Fragen
1. Welches sind in Ihren Augen die größten umweltpolitischen Herausforderungen der Europäischen Union in den nächsten fünf Jahren?
Anstatt immer neue EU-Regelungen zu erlassen, sollte sich die EU verstärkt für die Durchsetzung der bestehenden Richtlinien und Verordnungen in allen Mitgliedsstaaten einsetzen. Die Umweltpolitik leidet unter einer erdrückenden Regelungsdichte. Bei vielen Gesetzesinitiativen der EU stehen Kosten und Nutzen in einem Missverhältnis. Die Umweltpolitik darf nicht von der unbegrenzten Verfügbarkeit der Ressource "Verwaltung" ausgehen. Umweltschutz ist wichtig. Neue Legislativen müssen aber stärker als bisher die Balance zwischen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Zielen der Gemeinschaft herstellen. Darüber hinaus muss der Trend gestoppt werden, immer mehr Entscheidungen der demokratischen Mitbestimmung durch das Europäische Parlament zu entziehen und in Komitologieausschüsse zu verlagern.
2. Wo sehen Sie Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit den Natur- und Umweltschutzverbänden?
Die Umweltverbände beteiligen sich intensiv und erfolgreich an der europäischen Gesetzgebung. Der Einfluss auf die europäischen Institutionen steht denen anderer Interessensverbände nicht nach. Daraus ergeben sich immer wieder Anknüpfungspunkte für die Zusammenarbeit.
3. Was sind Ihre persönlichen Erfahrungen im Natur- und Umweltschutz?
Je komplexer und unübersichtlicher die Umweltgesetzgebung wird, desto geringer wird die Akzeptanz dieser Gesetzgebung bei den Bürgern und denen, die diese Gesetze umsetzen müssen. Häufig werden auch Anliegen an mich herangetragen, bei denen gar nicht die Lösung von Umweltproblemen im Vordergrund steht, sondern bei denen Umweltziele für die Durchsetzung individueller Interessen missbraucht werden. So sah ich mich in den letzten fünf Jahren mehrfach mit der Frage konfrontiert, ob es nicht "irgendeine EU-Umweltrichtlinie gebe, die den Bau einer Straße, den Ausbau eines Flughafens, die Ansiedlung eines Gewerbesoder ähnliches verhindern kann." Hieran sieht man deutlich, dass das eigentliche und tatsächlich angestrebte Ziel mitunter weit auseinander liegen.

