Schulz, Martin

Regionale Zuständigkeit:
Nordrhein-Westfalen
Zur Person
Abstimmungsverhalten von Martin Schulz auf EP Vote (durch einen Klick auf die Politikfelder gelangen Sie direkt zu den einzelnen Dokumenten)
Lebenslauf:
- geboren am 20. Dezember 1955 in Hehlrath
- 1975 - 1977 Buchhändlerlehre
- 1977 - 1982 Tätigkeit in verschiedenen Buchhandlungen und Verlagen
- 1982 - 1994 Inhaber einer Buchhandlung
- seit 1984 Mitglied des Rates der Stadt Würselen
- 1987 - 1998 Bürgermeister von Würselen
- 1991 - 1999 Mitglied im Parteirat der SPD
- seit 1994 Mitglied des Europäischen Parlaments
- 1994 - 1996 Koordinator der SPE-Fraktion im Unterausschuss Menschenrechte
- seit 1995 Mitglied des SPD-Bezirksvorstands Mittelrhein
- 1996 - 2000 Koordinator der SPE-Fraktion im Ausschuss für Grundfreiheiten und innere Angelegenheiten
- seit 1996 Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Kreis Aachen
- seit 1999 Mitglied des Bundesvorstands der SPD
- 2000 - 2004 Vorsitzender der SPD-Gruppe im EP
- 2002 - 2004 erster stellvertretender Vorsitzender der SPE-Fraktion
Weitere Aktivitäten:
- Mitglied der Konferenz der Präsidenten
Fraktion:
Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten (S&D)
Ausschüsse:
Kontakt
Adresse in Brüssel:
Europäisches Parlament
Bât. Atrium
05K002
60, rue Wiertz
B-1047 Brüssel
Tel: 0032 228 4 - 7503
Fax: 0032 228 4 - 9503
Adresse in Straßburg:
Europäisches Parlament
Bât. Louise Weiss
T04115
Allée du Printemps - B.P. 1024/F
F-67070 Strasbourg Cedex
Tel: 0033 388 17 - 7503
Fax: 0033 388 17 - 9503
Adresse in Deutschland:
SPD Europabüro
Willy-Brandt-Ring 1
52477 Alsdorf
Tel: 02404 986217
Fax: 02404 986116
Umweltcheck in drei Fragen
1. Welches sind in Ihren Augen die größten umweltpolitischen Herausforderungen der Europäischen Union in den nächsten fünf Jahren?
Die größte umweltpolitische Herausforderung der EU in den nächsten fünf Jahren ist aus meiner Sicht eine erfolgreiche internationale Verhandlung über eine globale Klimavereinbarung. Die EU sollte die Vorreiterrolle übernehmen, um auf dem UN-Klimagipfel Ende des Jahres eine Vereinbarung über Emissionskürzungen um 30% bis 2020 als globales Ziel zu erreichen.
Eine weitere große Herausforderung ist die Entwicklung einer nachhaltigen und effizienten Energieversorgung. Die EU sollte die Führung bei der Einrichtung eines globalen Energie- und Entwicklungsforums übernehmen, bei dem alle Länder der Welt zusammengebracht werden, um eine langfristige Vision für die Energieversorgung und die nachhaltige Entwicklung des Planeten zu definieren.
Weiterhin benötigen wir in der EU eine zeitgemäße gemeinschaftliche Landwirtschaft, die eine umfassende Entwicklung des ländlichen Raums ermöglicht. Dabei gilt es, die fundamentale Rolle der Landwirte und der Landwirtschaft für Umweltschutz, für Nahrungsmittelqualität und Versorgungssicherheit, Landschafts- und Pflanzenschutz sowie eine artgerechte Haltung von Tieren aufzuwerten.
Im Europäischen Parlament haben die Sozialdemokraten dafür gesorgt, dass wichtige Gesetzgebungen auf dem Gebiet des Umwelt- und Klimaschutzes in Gang gebracht wurden, um die vorgegebenen Ziele zu erreichen.
2. Wo sehen Sie Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit den Natur- und Umweltschutzverbänden?
Die Zusammenarbeit mit Natur- und Umweltschutzverbänden gehört zur täglichen Arbeit im EU-Parlament. Sie kommen und stellen ihre Anliegen vor, machen Vorschläge zu konkreten Gesetzesvorhaben, etc. Dieser Austausch ist natürlich immer noch ausbaufähig, aber im Prinzip funktioniert er gut.
3. Was sind Ihre persönlichen Erfahrungen im Natur- und Umweltschutz?
In meiner Funktion als Fraktionsvorsitzender werde ich ständig mit Fragen konfrontiert, die den Natur- und Umweltschutz berühren. Für mich steht dabei im Vordergrund, dass für ein nachhaltiges Wirtschaften die weitest mögliche Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie eine Grundvoraussetzung ist. Dabei stütze ich mich auch auf Erfahrungen, die ich während meiner 11-jährigen Amtszeit als Bürgermeister der Stadt Würselen sammeln konnte. Hier ging es häufig um Entscheidungen z. B. bei der Durchführung von städtebaulichen Maßnahmen, bei denen Natur- und Umweltschutzbelange in Abwägung mit wirtschaftlichen Interessen und den Anliegen von Bürgerinitiativen miteinander in Einklang zu bringen waren.

